Die Suche nach der Location eurer Hochzeit stellt ihr euch ganz romantisch vor und – na klar – wollt auch ihr die lässigste Braut überhaupt sein und euch ja nicht stressen lassen. Müsst ihr auch nicht, das übernehmen andere: Andere Bräute, die offensichtlich ganz viel Zeit („ich buche schon alles für die Trauung in drei Jahren“), ganz viel Geld und ganz viel Freizeit für Recherchen und Besichtigungen haben. 

Hier die Liste mit den Hochzeitslocations downloaden
und hier noch ein bisschen Erfahrungsbericht…

Jaja, die anderen Bräute: DIE stressen einen, weil das Folgejahr bei den Hochzeitslocations (ich spreche für Berlin und Brandenburg) schon im Mai eines Jahres völlig ausgebucht ist. Mir ist es zwar schleierhaft, wie man Lust darauf haben kann, nach dem Antrag zwei Jahre zu warten bis der Ehering am Finger sitzt und auch wie das nachher mit dem dazu passenden Standesamttermin (schonmal in Berlin beim Amt gewesen?) funktioniert, aber gut.

Heute bekommt ihr eine Liste mit Namen von Hochzeitlocation in und um Berlin und Brandenburg! Mich hat allein die Recherche nach passenden Locations drei Tage gekostet. Von real life-Berufswegen aus tue ich das ausführlichst und möchte behaupten: Recherchieren hab ich drauf!

Diese Punkte solltet ihr bei der Suche nach einer Location beachten:

1. Nicht jede Location hat eine Homepage – oder sie hängt bei Google auf Seite 29.

Nutzt AirBnB! Es gab sogar Bauernhöfe, die nur dort inserierten. Nutzt Websites, die Ferienwohnungen anbieten, gebt gleich schön viele Personen in die Suche ein und ihr bekommt automatisch Angebote ausgeworfen, die sich auch für Feierlichkeiten eignen.

Andere Variante: Die Platzierung bei Google ist ein Desaster, SEO Agenturen würden sich eine goldene Nase an manch einer Scheune verdienen. Also seid sehr sehr flexibel mit den Suchbegriffen. Es gab Locations, die ich nie gefunden hätte, hätte ich nicht direkt das Wort „Künstlerscheune“ gegoogelt.

2. Hochzeitsblogs können mehr als toll aussehen.

Immer schön zu den Credits scrollen. Dort steht im Regelfall, wo die abgebildete Hochzeit stattfand. In vielen Fällen geht es darum, nur den Namen der Location zu wissen, die Homepage findet ihr selbst. Es ist recht häufig so, dass es sich vielleicht nich um einen Geheimtipp bei der Location handelt, aber: Ihr seht auch, wer der Fotograf war und der hat im besten Fall auf seiner Homepage andere tolle Hochzeiten in der Region fotografiert und verbloggt, die es nicht auf einen der begehrten Hochzeitsblogs geschafft haben.

3. Nutzt die Erfahrung und die Kontakte von anderen.

Damit meine ich nicht nur eure Freunde, nee, gleich die Profis und das auf allen Ebenen: Website, Blog, Instagram, Facebook, Pinterest!

Folgt Fotografen, Tourismusorganisationen und -verbänden und Weddingplannern auf Instagram und achtet auf ihre Hashtags! Oft erkennt ihr hier auch tolle Locations mit Namen, ohne dass ihr euch selbst vielleicht einen Weddingplanner leisten könnt.

Bucht den Fotografen früh und fragt ihn aus: Er war doch schon auf etlichen Hochzeiten, er hat einen Blick für das Schöne und war in vielen Fällen die gesamte Feier über da – Er kann sicher mit Tipps helfen. Das gilt übrigens für viele Hochzeitsdienstleister. Ich habe sogar mal einen Flyer von einem Caterer bekommen, den habe ich nach den hübschen abgebildeten Locations gefragt und er schickte mir prompt eine Liste!

Also: Seid bei der Suche kreativ, denkt vernetzt und fragt dusselig nach. Ich habe auch das Gefühl, vom Angebot her geht in Brandenburg gerade einiges nach vorne.

4. Filtert schon vor der Besichtigung.

Alles, was schön aussieht, anzusehen, ist eine schöne Vorstellung, aber völlig irre, wenn ihr beide Vollzeit berufstätig seid. So viele Urlaubstage, die dabei drauf gehen, und die Zeit, mal angesehen von Spritkosten etc. Unsere Suche hat mich fast wahnsinnig gemacht, sie war eher wenig idyllisch-romantisch und mehr gegen die Zeit. Allein die Recherche: Was man schnell fand, war schon von den Eckdaten her nicht das richtige. Vor einer Besichtigung habe ich mir daher schon eine ungefähre Preislichkeit geben lassen, das hat schon viel rausgekegelt. Unleistbares haben wir uns gar nicht erst angesehen. Machen aber scheinbar viele. Das hätten wir aber als Quatsch empfunden, es sei denn man erhofft sich den Lottojackpot in der Verwandtschaft. Das bedeutet aber auch eine Menge Anfragen und viele E-Mails (und das Warten auf Antwort!) im Voraus.

5. Checkt UNBEDINGT Bewertungen. #böseüberraschungen

Google, Yelp und Facebook werden euch den ein oder anderen Stolperstein aufzeigen. Wir hatten eine Location ins Auge gefasst, die bezahlbar und bäuerlich war. Wenn aber 3 von 8 Bewertungen sagen, ab Mitternacht stand alle halbe Stunde der Vermieter mit dem Dezibelmeter vor der Tür – dann war das für uns ein klares Ausschlusskriterum, egal wie toll die Location auch sein mag.  Aber auch Vorsicht mit einzelnen Bewertungen. Wenn sich ein Punkt häuft, auf jeden Fall vor Ort checken. (im Nachhinein wurde uns das Lärmbelästigungsproblem von einem DJ und auch von einem Freund, der auf einer Hochzeit in der betreffenden Location zu Gast war, bestätigt.)

Jetzt aber Liste her!

Vielleicht spare ich euch mit meiner Liste ein bisschen Zeit, vielleicht bringt sie euch auf andere Orte. Ich hätte mich wirklich gefreut, hätte ich nur eine Liste mit vielen Namen gehabt. Jetzt gibts die, aber für EUCH.

Unser Fokus: Scheune, Bauernhof, Gartenparadies, gern mit Übernachtung (wurde es letztlich aber nicht), gern so dass man den kompletten Tag an einem Ort verbringen kann und nicht von A nach B muss.

Hochzeitslocation Liste als pdf (Rechtsklick -> Download)

Und wenn ihr schon eine Location habt, dann braucht ihr vielleicht das passende DIY für eure Hochzeit. Neulich hab ich unser Ringschälchen selbst gemacht und im Sommer bereits die Windspiele mit Spitze. Geht alles ganz einfach. Viel Spaß bei den Hochzeitsvorbereitungen.

Liebe,

Anneli