Lichter, Laternen und Lampions sind was Tolles – Vor allem, wenn ihr euch dazu die passende Party im Garten vorstellt und dann so eine midsommarliche Stimmung entsteht. Da wir ja nach wie vor im Hochzeitsvorbereitungsrausch stecken und das ganze Fest auch einen midsommarlichen Touch haben soll, war klar, dass auch wir viele Lichterketten und Ähnliches brauchen. Unsere Location hat davon zwar schon viel, aber wir wollten auch ein Leuchtschild haben, das „hallo“ sagt oder irgendwie persönlicher ist.

Wir wollten ein beleuchtetes Schild haben, ein Leuchtschild! Wenn ihr sowas mal im Netz gesehen habt und auch die Dollar-Zeichen in den Augen von Verkäufern, dann wisst ihr: Sobald man das Wort „Hochzeit“ droppt, wird’s bei aller Romantik vor allem eins: Unsäglich teuer, also unverhältnismäßig. Es gibt ein paar Bereiche, da beiße ich die Zähne zusammen  – Aber solange man es nur mit zwei funktionierenden Händen selbst machen KÖNNTE, versuche ich es wenigstens. So auch mit diesem Leuchtschild! Eigentlich braucht ihr dazu nur eins: Ein bisschen Zeit, um die entsprechenden Materialien zusammenzusuchen/kaufen und natürlich, um euer Schild selbst zu basteln. Kosten: Ein paar Euro für ein Brett + Lichterkette (meine hat 8 Euro gekostet, Söstrene Grene)

Ihr braucht an Material:

  • Eine Platte Holz (mdf oder wie ich: eine zweckentfremdete Schranktür aus der Fundgrube)
  • eine Lichterkette, batteriebetrieben
  • Lackmarker oder (weiße) Acrylfarbe o.ä.
  • Kohlepapier (bzw. Pauspapier für helle Untergründe)
  • Heißkleber

Außerdem:  Lochsägeaufsatz (zum Aufsetzen auf die Bohrmaschine), Bohrmaschine, Heißklebepistole, Bleistift, Pinsel, Pauspapier.

So geht’s:

Für den Schriftzug:
  1. Den Schriftzug eurer Wahl könnt ihr natürlich auch per Hand auf das Brett malen  – soviel Talent hab ich mir aber nicht zugetraut. Ich habe den Schriftzug ausgedruckt und mit Kohlepapier (oder in diesem Fall so eine Art Kreidepapier – jedenfalls Kohlepapier, dass hell durchpaust) übertragen. Dann habe ich Umrisse und Innenleben mit einem Lackmarker (Edding) ausgefüllt. (Sagt’s niemandem, aber dann ließ auf einen Sonntag der Stift nach – dann hab ich die lichten Stellen mit weißer Acrylfarbe weitergemalt)
der Rest:
  1. Die Lichterkette erstmal ausbreiten und gucken, ob ihr vielleicht (je nach Größe eures Brettes) auch zwei davon benötigt. Dazu auf der später nicht sichtbaren Seite die Lichterkette verteilen und mit Tesa grob fixieren. Anschließend mit Bleistift anzeichnen, wo die Löcher für die Lampen gebohrt werden müssen.
  2. Löcher bohren: Lochbohrer auf die Bohrmaschine, mit dem Bohrer auf eure Markierung und los geht’s. Am besten von der sichtbaren Seite, denn wie ihr seht: Bei uns ist eine Schicht abgeplatzt. Nicht so schön, aber hinten prinzipiell egal. Also, da ansetzen, wo nichts abplatzen soll.
  3. Wenn die Löcher gebohrt sind, die Lichterkette auseinander nehmen. Sprich: LED Lämpchen und das Glühbirnen-Glasteil trennen. Mit den LED Lichterketten geht das ganz gut, die sind extra so gemacht, dass man das Teil vorne (sei es nun eine Glühbirnenform oder Stern oder was auch immer) abnehmen kann. Falls nicht, testet vorher, ob das Lämpchen durchs Loch passt. Achtet bei der Auswahl der Lochgröße darauf, dass ihr später nicht zuviel „Lücke“ mit Heißkleber auffüllen müsst. Im Idealfall entspricht die Lochgröße der Fassungsgröße. Wenn das alles stimmt, LED von hinten durchstecken und Vorderteil von vorn durchstecken/draufstülpen.
  4. Jetzt die Birnen fixieren, per Heißkleber in die Innenseite des gebohrten Loches oder auch nur durch Feststecken – In meinem Fall entsprach der Durchmesser der „Birnenfassung“ dem des Loches, es hielt also von allein.
  5. Jetzt an der Rückseite der Holzplatte Ordnung machen. die kleine Batteriebox habe ich einfach (Batterien vorher rausnehmen) festgeklebt, damit sie nirgends rumbaumelt. Bei den Kabeln würde ich nicht unbedingt mit Heißkleber rangehen. Normalerweise dürftet ihr auch nicht in die Verlegenheit kommen, da der Abstand von Lampe zu Lampe eh nie riesig ist.

So und jetzt müsst ihr nur noch warten, dass es draußen dunkel wird – dann sieht das Leuchtschild noch viel toller aus.

Hurra!